Methode

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Bei der Durchführung meiner Studien werden ausschließlich qualitative Methoden eingesetzt. Ziel ist, ein besseres Verständnis sozialer Wirklichkeit zu ermöglichen. Soziale Abläufe, Interaktionsmuster und Strukturmerkmale bleiben Akteuren sowie Beobachtern oft verschlossen. Mit Hilfe der qualitativen Forschung können die Regeln sozialer Verhaltensweisen aufgedeckt und interpretiert werden. Die Methode lässt sich kurz so zusammenfassen: Die jeweilige Arbeits- bzw. Lebenswelt wird aus der Sicht der Untersuchungspersonen beschrieben und ihre Handlungen werden interpretiert. Auf der Grundlage der erforschten Ergebnisse können gezielt betriebliche, organisatorische oder auch sozialpolitische Reformen bzw. Anpassungen ansetzen.

Die Besonderheit dieser Art qualitativen Forschung besteht in ihrer Zugangsweise. Häufig nähert sie sich offener als andere Forschungsstrategien an den Forschungsgegenstand. Die Auflösung festgefügter sozialer Lebenswelten und –stile erfordert eine Forschungsstrategie, die zunächst dichte und genaue Beschreibungen aus der Sicht der „Betroffenen“ liefern. Dafür eignet sich besonders die offene oder verdeckte „teilnehmende Beobachtung“. Die Nähe zu den Untersuchungspersonen macht es auch notwendig keine Interviews sondern „eroepische Gespräche“ durchzuführen. Das heißt nichts anderes als aktiv den Dialog zu den handelnden Personen im jeweiligen Untersuchungsfeld aufzunehmen, sich persönlich als Forscher einzubringen und durch eine wertschätzende Kommunikation größtmögliches  Vertrauen aufzubauen.

Im Bereich der Arbeits- und Lebensforschung lassen sich mit der qualitativen Forschungsmethode im Sinne der „verstehenden Soziologie“ aus einer Vielzahl von subjektiven Einzelmeinungen intersubjektive, also allgemein gültige, Aussagen treffen.

Im Unterschied zu standardisierten Untersuchungen lässt diese Methode nicht zu, dass eine bestimmte Anzahl von Interviews im Vorhinein bestimmt wird, um dem Anspruch der „Repräsentativität“ Genüge zu tun. Wegweiser für die Erkenntnisgewinnung ist die „Verdichtung“ bzw. „Sättigung“. Das bedeutet: Im Laufe des Forschungsprozesses verdichten sich die Antworten zu den relevanten Forschungsfragen immer mehr, es kommt zu einer „Sättigung“. Die Dauer der „Sättigung“ ist abhängig von der Komplexität der Fragestellung aber auch von der Qualität der im Forschungsfeld gewonnenen Daten.

Mit Hilfe von qualitativen Methoden können die Arbeits- und Lebensbedingungen optimal beleuchtet und analysiert werden. Der Forschungsprozess ist flexibel angelegt, um auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren zu können und weitere wichtige Fragestellungen in das Forschungsprogramm aufzunehmen und andere zu relativieren.

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